Fabriano, Mittelalterliche Kommune in Marken, Italien
Fabriano ist eine Kommune in der Provinz Ancona in den Marken, erbaut an den Hängen des Esino-Tals auf etwa 325 Metern Höhe. Die Altstadt besteht aus schmalen Gassen und hohen Häusern aus hellem Stein, die sich um mehrere historische Plätze gruppieren.
Die Siedlung entstand im frühen Mittelalter und entwickelte sich ab 1276 zu einem bedeutenden Zentrum der europäischen Papierherstellung. Ihre Papiermacher führten damals neue Verfahren zur Wasserzeichenproduktion ein, die sich über ganz Europa verbreiteten.
Der Name Fabriano stammt aus dem Lateinischen und bezieht sich auf die Eisenverarbeitung, die hier bereits in römischer Zeit stattfand, bevor die Stadt für ihre Papiermühlen bekannt wurde. Einheimische versammeln sich oft auf der Piazza del Comune, einem dreieckigen Platz, wo Märkte und öffentliche Treffen das Alltagsleben prägen.
Der Zugang zum historischen Zentrum erfolgt am besten zu Fuß, da viele Bereiche verkehrsberuhigt sind und enge Gassen das Fahren erschweren. Das Museum zur Papierherstellung liegt zentral und zeigt Vorführungen traditioneller Techniken, die man ohne Voranmeldung besuchen kann.
Eine Fontana del Sturinalto aus dem Jahr 1285, gebaut von Jacopo di Grondolo, steht auf dem dreieckigen Hauptplatz direkt über einem unterirdischen Flusslauf. Unterhalb des Brunnens fließt noch immer Wasser durch alte Kanäle, die einst die Papiermühlen der Stadt versorgten.
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