Umbilicus urbis, Archäologische Stätte im Römischen Forum, Italien.
Der Umbilicus Urbis Romae ist ein zylindrischer Backsteinbau im Forum Romanum, nahe dem Septimius-Severus-Bogen. Er hat eine offene Grube an seiner Basis und war in der Antike als geografischer und symbolischer Mittelpunkt Roms konzipiert.
Das Bauwerk wurde im 2. Jahrhundert v. Chr. errichtet, um den Mittelpunkt Roms zu markieren. Um 203 n. Chr. ließ Kaiser Septimius Severus es im Zuge von Umbauarbeiten am Forum neu errichten.
In der Antike galt die Stelle als Nabel der Welt, der Punkt, von dem aus alle Entfernungen im Römischen Reich gemessen wurden. Wer nach Rom zog, soll Erde aus seiner Heimat in die Grube darunter geworfen haben, um sich symbolisch mit der Stadt zu verbinden.
Das Bauwerk liegt mitten im Forum Romanum und ist beim Rundgang durch das Gelände leicht zu finden. Der Eingang zum Forum ist kostenpflichtig, und es empfiehlt sich, früh am Morgen oder am späten Nachmittag zu kommen, um die Menschenmassen zu vermeiden.
Die Grube an der Basis des Bauwerks war nach altem Glauben nur an drei Tagen im Jahr geöffnet und galt als Durchgang zwischen der Welt der Lebenden und der Toten. Diese Öffnungen fanden im Rahmen religiöser Rituale statt und waren eng mit dem römischen Totenkult verbunden.
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