Lacus Curtius, Archäologische Grube im Römischen Forum, Italien
Der Lacus Curtius ist eine antike Vertiefung im Römischen Forum mit Steineinfassungen und Metallgeländern, die die zentrale Grube schützen. Die Anlage zeigt die archäologischen Überreste der ursprünglichen Struktur und ermöglicht einen Blick auf die Schichten der römischen Geschichte.
Die Stelle wurde 445 v. Chr. als heilig erklärt, nachdem ein Blitzschlag den Ort getroffen hatte, was die Römer als göttliches Zeichen deuteten. Später wurde die Grube gepflastert und mit Strukturen versehen, die darauf hindeuten, dass die Römer das Gelände mehrmals umgestalteten.
Die antike Stätte war Schauplatz einer berühmten Legende über einen Krieger, der sich selbst opferte und sein Pferd in eine Spalte ritt. Diese Geschichte war so lebendig in der römischen Kultur, dass verschiedene Versionen davon über Generationen weitergegeben wurden.
Der Ort liegt im Zentrum des Forums und ist leicht zu erkennen durch seine metallischen Schutzvorrichtungen und die Nähe zu anderen bekannten Strukturen. Informationstafeln in mehreren Sprachen helfen Besuchern, die Geschichte und Funktion dieses rätselhaften Ortes zu verstehen.
Grabungen an dieser Stelle haben Skelette von drei gebundenen Personen freigelegt, was auf rituelle oder spirituelle Praktiken hindeutet, die die Römer an diesem heiligen Ort durchführten. Diese Funde werfen Licht auf Handlungen, die mit der religiösen Bedeutung des Ortes verbunden gewesen sein könnten.
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