Gran Sasso d’Italia, Gebirgsmassiv in den Abruzzen, Italien
Der Gran Sasso d'Italia ist ein Gebirgsmassiv im Apennin, das sich über mehrere Kämme und Gipfel in den Abruzzen erstreckt. Die Landschaft wechselt zwischen steilen Felswänden, weiten Hochtälern und dem ausgedehnten Plateau Campo Imperatore, das von sanften Hügeln und kargen Weiden geprägt ist.
Das Massiv entstand durch tektonische Hebung während der Faltung des Apennins vor Millionen von Jahren. Während des Zweiten Weltkriegs diente ein Hotel auf dem Hochplateau als Haftort für Benito Mussolini, bis deutsche Truppen ihn 1943 befreiten.
Der Name bedeutet großer Felsen und verweist auf die schroffen Felswände, die sich über dem Hochplateau erheben. Wander- und Hirtenwege durchziehen die Zone, wo im Sommer oft noch Herden grasen.
Zahlreiche markierte Pfade führen durch das Massiv und eignen sich für Tageswanderungen und mehrtägige Touren. Im Winter kann Schnee die Hochlagen blockieren, während Frühling und Herbst milde Bedingungen für Wanderungen bieten.
Tief im Inneren des Gebirges befindet sich ein Forschungslabor für Teilchenphysik, das die natürliche Abschirmung durch den Fels nutzt. Die Anlage liegt unter Hunderten Metern Gestein und erlaubt Experimente ohne Störungen durch kosmische Strahlung.
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