Kloster Tre Fontane, Zisterzienserkloster und Kirchenkomplex in Rom, Italien
Tre Fontane ist ein Klosterkomplex in Rom, der aus drei eigenständigen Kirchengebäuden besteht, die durch Innenhöfe und Gartenbereiche miteinander verbunden sind. Die Bauwerke zeigen mittelalterliches Mauerwerk aus Tuffstein und Ziegelstein, mit schlichten Fassaden und romanischen Bögen, die den zisterziensischen Baustil widerspiegeln.
Östliche Mönche gründeten hier 601 ein Heiligtum an dem Ort, an dem der Apostel Paulus der Überlieferung nach enthauptet wurde. Bernhard von Clairvaux übergab den Komplex 1140 den Zisterziensern, die ihn zu einem europäischen Zentrum des Ordens ausbauten.
Die Mönche züchten hier Schafe, deren Wolle zu Pallien verarbeitet wird, liturgischen Schulterstreifen für Erzbischöfe. Diese Tradition verbindet das Kloster direkt mit der päpstlichen Zeremonie, da die Gewänder jedes Jahr am Hochfest der heiligen Petrus und Paulus gesegnet werden.
Die Anlage öffnet täglich für Besucher, die durch die Höfe und Kirchen gehen können, wobei die Klosterbereiche für die Mönche reserviert bleiben. Führungen erklären die klösterliche Lebensweise und zeigen auch die Brauerei, in der die Mönche nach traditioneller Methode arbeiten.
Seit 2015 brauen die Mönche hier Trappistenbier, womit das Kloster zur elften offiziell anerkannten Trappisten-Brauerei weltweit wurde. Die Produktion folgt strengen Regeln, die besagen, dass das Bier innerhalb der Klostermauern und unter direkter Aufsicht der Mönche entstehen muss.
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