Catacomb of Saint Thecla, Frühchristliche Katakombe an der Via Ostiense, Rom, Italien
Die Theklakatakombe liegt an der Via Silvio d'Amico im römischen Viertel Ostiense, in Tuffstein gehauen. Ihr Kern ist eine kleine unterirdische Basilika des 4. Jahrhunderts, die durch Erweiterung eines unterirdischen Friedhofs aus dem 3. Jahrhundert entstand; von ihr gehen drei breite, im gleichschenkligen Dreieck angelegte Umgänge zu 22 Grabkammern ab. Zwölf Kammern wurden bis drei Meter tief abgesenkt, um zusätzliche Loculi zu gewinnen, und nur ein Lichtschacht ist erhalten, der von einem heidnischen Mausoleum stammt.
Die Anlage stammt aus dem 3. Jahrhundert und wurde als Begräbnisstätte für die frühe christliche Gemeinde genutzt. Eine kleine unterirdische Basilika entstand im 4. Jahrhundert, nachdem wichtige religiöse Überreste dorthin verbracht wurden.
Der Name Thekla verbindet den Ort mit einer Märtyrerin aus Ikonion, doch Fachleute streiten, ob sie oder eine unter Diokletian hingerichtete Römerin hier liegt. Ein Fresko mit einer Frau im Zentrum gilt als Bild der bestatteten Thekla. 2009 und 2010 entfernte eine Laserreinigung Kalziumablagerungen und legte Porträts von Petrus, Andreas, Johannes und Paulus frei, die als älteste Apostelbilder gelten.
Die Katakombe liegt an der Via Silvio d'Amico im Viertel Ostiense, drei Kilometer südlich der Aurelianischen Mauer, nahe der Basilika Sankt Paul vor den Mauern. In die unterirdischen Gänge gelangt man über eine Treppe aus den frühen Bauphasen, und nur eine der ursprünglichen Lichtöffnungen, die durch die heidnischen Mausoleen darüber führen, beleuchtet noch die Korridore. Besuche sind im Voraus mit der Verwaltung zu vereinbaren.
Zwölf der zweiundzwanzig Grabkammern wurden bis zum Rand belegt: Nachdem in alle Wände des etwa zwei Meter hohen Raums Loculi geschnitten waren, senkten die Fossoren den Boden bis drei Meter unter das Niveau des Gangs, um in den Seitenwänden weitere Gräber anzulegen. Diese intensive Bestattung ist in römischen Katakomben selten. Der Archäologe Umberto Fasola stellte zudem fest, dass der Ort zunächst eine Puzzolan-Grube und eine Färberei war, bevor er im 3. Jahrhundert zum Friedhof wurde.
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