Centrale Montemartini, Industriemuseum im Stadtteil Ostiense, Rom, Italien
Die Centrale Montemartini ist ein archäologisches Museum im Stadtteil Ostiense in Rom, Italien, das römische Skulpturen in einem ehemaligen Elektrizitätswerk ausstellt. Die Räume enthalten Turbinen, Dampfkessel und Dieselmotoren, zwischen denen Marmorfiguren, Mosaike und architektonische Fragmente aus der Zeit der Republik und des Kaiserreichs angeordnet sind.
Das Kraftwerk wurde im Jahr 1912 in Betrieb genommen und versorgte Rom bis zur Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts mit Strom. Die Umwandlung in ein Ausstellungshaus erfolgte während der Restaurierung der Kapitolinischen Museen, um antike Funde aus den städtischen Sammlungen unterzubringen.
Die Statuen stehen zwischen großen Maschinen aus der Zeit der Industrialisierung, sodass antike Götterfiguren und Technik des frühen zwanzigsten Jahrhunderts nebeneinander sichtbar werden. Besucher sehen römische Porträtköpfe, Reliefs und Inschriften in einem Raum, der ursprünglich für die Stromerzeugung gebaut wurde.
Das Gebäude ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar und verfügt über barrierefreie Zugänge für Rollstuhlfahrer. Ein Museumsshop und eine kleine Cafeteria befinden sich im Eingangsbereich.
Die Beleuchtung nutzt teils das Tageslicht der hohen Fenster, teils gezielt platzierte Scheinwerfer, die den Kontrast zwischen weißem Marmor und dunklem Metall verstärken. Einige Maschinen tragen noch Herstellerschilder und Bedienungshinweise in italienischer Sprache aus der Anfangszeit des Kraftwerks.
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