Lateranpalast, Stadtpalast im Monti-Viertel, Rom, Italien
Der Lateranpalast ist ein dreistöckiger Palast im Stadtviertel Monti in Rom und steht neben der Lateranbasilika. Seine drei Fassaden orientieren sich am Palazzo Farnese und ein monumentales Treppenhaus führt durch zehn Säle sowie eine Kapelle.
Ab dem vierten Jahrhundert residierten die Päpste in diesem Komplex und leiteten von hier aus die westliche Christenheit bis ins vierzehnte Jahrhundert. Nach ihrer Rückkehr aus Avignon zogen sie dauerhaft in den Vatikan um, während der Lateran weiterhin für Zeremonien genutzt wurde.
Die Mauern beherbergen die frühesten päpstlichen Versammlungsräume Roms, die über Jahrhunderte als Zentrum kirchlicher Autorität dienten. Das heutige Gebäude zeigt architektonische Anklänge an die Renaissance und spiegelt den Einfluss römischer Bauherren wider, die ihren Entwurf an weltliche Paläste anlehnten.
Gruppen bis zu dreißig Personen können den Palast besichtigen, begleitet von Missionaren der Göttlichen Offenbarung, die durch die Räume führen. Der Zugang erfordert vorherige Anmeldung, da Besichtigungen nach einem festen Zeitplan ablaufen.
Die Sala dei Pontefici beherbergte 1929 die Unterzeichnung der Lateranverträge, die die Beziehungen zwischen Italien und dem Heiligen Stuhl regelten. Diese Halle nahm somit eine zentrale Rolle in der modernen Geschichte Europas ein, da sie kirchliche und staatliche Souveränität rechtlich festlegte.
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