Triclinium Leoninum, Archäologische Stätte im Lateranviertel, Rom, Italien.
Die Triclinium Leoninum ist eine archäologische Stätte in Rom, die die Überreste einer mittelalterlichen Speisehalle mit Backsteinmauern und einer Apsis zeigt. Der Raum war mit aufwendigen Mosaiken verziert und hatte mehrere Nischen entlang seiner Wände.
Die Speisehalle wurde Anfang des 9. Jahrhunderts während der Herrschaft von Papst Leo III. als Teil des Lateranpalastes erbaut. Die ursprüngliche Struktur wurde später zerstört und erst im 18. Jahrhundert als Rekonstruktion wiederhergestellt.
Die Mosaike in der Apsis zeigen Christus, der den Schlüsseln an Petrus übergibt, und symbolisieren die Beziehung zwischen Kirche und weltlicher Autorität. Diese religiöse Darstellung war für Besucher des mittelalterlichen Palastes ein visuelles Statement über Macht und Glaube.
Der Standort befindet sich in der Nähe des Laterandoms und ist zu Fuß erreichbar, liegt aber unter den modernen Straßenebenen. Die Besichtigung erfordert möglicherweise spezielle Arrangements oder begrenzte Zugänglichkeit je nach tagesaktuellem Zustand der Stätte.
Die heute sichtbaren Mosaike sind keine Originalwerke aus dem Mittelalter, sondern Reproduktionen aus dem 18. Jahrhundert von einem angesehenen Künstler. Diese Rekonstruktion zeigt, wie spätere Generationen versuchten, das mittelalterliche Erbe zu bewahren und zu interpretieren.
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