Stilfser Joch, Gebirgspass in Trentino-Südtirol, Italien
Der Stilfser Joch ist ein Gebirgspass in den Ortler-Alpen, der die Provinzen Südtirol und Sondrio über eine Hochgebirgsstraße verbindet. Die Strecke windet sich durch fünfundsiebzig nummerierte Kehren bis auf 2.758 Meter Höhe hinauf und zählt zu den höchstgelegenen befahrbaren Alpenübergängen.
Der Bau der Straße begann 1820 unter der Leitung des Ingenieurs Carlo Donegani, als die Region zum Kaisertum Österreich gehörte. Die Fertigstellung dauerte fünf Jahre und sollte eine direkte Verbindung zwischen der Lombardei und den österreichischen Gebieten schaffen.
Seit 1953 gehört dieser Gebirgsübergang zu den wichtigsten Etappen des Giro d'Italia, bei dem Radrennfahrer aus aller Welt die Serpentinen hinauffahren. Der Anstieg gilt als eine der anspruchsvollsten Prüfungen im professionellen Radsport und zieht jedes Jahr Tausende Zuschauer an die Strecke.
Die Straße bleibt zwischen November und Mai wegen winterlicher Bedingungen geschlossen, während die Sommermonate sich am besten für Motorrad- und Radfahrer eignen. An sonnigen Tagen kann die Fahrt mehrere Stunden dauern, da viele Besucher an den engen Kehren langsam voranfahren.
Die drei verschiedenen Zufahrten von Bormio, Trafoi und Santa Maria bieten jeweils ein anderes Fahrerlebnis mit unterschiedlich steilen Abschnitten und Kurvenradien. Der Blick vom höchsten Punkt reicht an klaren Tagen bis zum Monte Cevedale und über das gesamte Ortler-Massiv.
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