Porta Pia, Renaissancetor in Castro Pretorio, Rom, Italien
Die Porta Pia ist ein Tor in der Aurelianischen Mauer im Stadtviertel Castro Pretorio in Rom. Auf der Stadtseite zeigt die Fassade aufwendige Ornamente und Bossen, während die Außenseite nüchterner wirkt und auf klassische Elemente zurückgreift.
Papst Pius IV. ließ das Tor ab 1561 an der Stelle der älteren Porta Nomentana errichten, wobei Michelangelo die ursprünglichen Entwürfe lieferte. Am 20. September 1870 brachen italienische Truppen durch die Mauer nahe dem Tor und besiegelten damit die Eingliederung Roms ins vereinte Königreich Italien.
Der Name erinnert an Papst Pius IV., der das Tor in Auftrag gab, und noch heute führt die Via Nomentana durch seinen Bogen in die Stadt hinein. Besucher bemerken die Mauer aus der Antike, die links und rechts des Durchgangs weiterläuft und an dieser Stelle noch immer den alten Verlauf der Stadtbefestigung nachzeichnet.
Das Tor ist von der Straße aus frei einsehbar und der Bogen bleibt begehbar, da er weiterhin als Durchgang dient. Das Museum im Innern öffnet an ausgewählten Tagen und zeigt Ausstellungsstücke zur Geschichte der Bersaglieri.
Eine Medaille aus Bronze von 1561, geprägt von Gian Federico Bonzagna, bewahrt das ursprüngliche Konzept Michelangelos, das vom tatsächlich ausgeführten Bau abweicht. Das Museo Storico dei Bersaglieri im Innern des Tors sammelt Uniformen, Waffen und Dokumente dieser Truppengattung, die bei der Einnahme der Stadt eine zentrale Rolle spielte.
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