Sant’Agnese fuori le mura, Kleinbasilika an der Via Nomentana, Rom, Italien
Sant'Agnese fuori le mura ist eine Kirche in Rom, die vom frühen Christentum geprägt ist und sich unter einer größeren unterirdischen Katakombenkomplex erstreckt. Das Gebäude wird durch vierzehn antike Säulen mit korinthischen Kapitellen in drei Schiffe unterteilt und beherbergt bedeutende byzantinische Mosaike aus dem 7. Jahrhundert in der Apsis.
Die Basilika wurde 324 unter Konstantins Tochter Konstanze erbaut und erhebt sich über einem Friedhofskomplex, der das Grab der heiligen Agnes, einer jungen Märtyrerin, enthält. Die Struktur wurde über Jahrhunderte hinweg erweitert und verändert, wobei ihre ursprüngliche frühchristliche Form bewahrt blieb.
Das Mosaik in der Apsis zeigt die heilige Agnes in kaiserlichen Gewändern vor goldenem Hintergrund, begleitet von Darstellungen der Päpste Symmachus und Honorius I. Diese Ikonografie verbindet die Heilige mit weltlicher Macht und unterstreicht ihre besondere Verehrung in der frühen Kirche.
Der Komplex befindet sich in Rom an der Via Nomentana und erfordert Treppen und enge Wege zum Erkunden der unterirdischen Bereiche, daher sollten bequeme Schuhe getragen werden. Besucher sollten mit kühleren Temperaturen in den Katakomben rechnen und möglicherweise eine Taschenlampe mitnehmen, um die Details besser sehen zu können.
Am 21. Januar werden zwei Lämmer an der Basilika gesegnet, und ihre Wolle wird später zu Pallien für neue Metropoliten-Erzbischöfe verarbeitet. Dieses jahrtausendealte Ritual verbindet die moderne Kirche mit antiken symbolischen Praktiken und ist eine der wenigen noch durchgeführten rituellen Traditionen.
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