Ponza, Mittelmeerinsel in Latium, Italien
Ponza ist eine Insel im Tyrrhenischen Meer, etwa 33 Kilometer südlich des Kaps Circeo in der Provinz Latina gelegen. Steile weiße Kalksteinklippen erheben sich aus dem klaren Wasser und bilden kleine Buchten mit schmalen Kiesstränden und versteckten Höhlen entlang der zerklüfteten Küste.
Die Römer nutzten die Insel als Verbannungsort für politische Gefangene, darunter Mitglieder der kaiserlichen Familie wie die Schwestern von Kaiser Nero Caesar. Unter den Bourbonen entstand im 18. Jahrhundert ein neuer Hafen, der Fischer und Siedler aus Ischia anzog und das heutige Ortsbild prägte.
Die Häuser des Hafenviertels prägen das Bild mit ihren pastellfarbenen Fassaden in Rosa, Gelb und Ockergelb, die an den Hang gebaut sind. Fischer setzen noch heute lange hölzerne Netze und Reusen ein, wie es schon ihre Vorfahren taten, und verkaufen den täglichen Fang direkt auf den Kais oder an kleine Trattorien.
Fähren fahren regelmäßig von Anzio, Formia und Neapel ab, wobei die Überfahrt je nach Abfahrtshafen zwischen einer und drei Stunden dauert. Einheimische Boote bieten Rundfahrten entlang der Küste an, um Grotten und abgelegene Buchten zu erreichen, die zu Fuß schwer zugänglich sind.
Etruskische Steinmetze haben im Inneren der Klippen bläulich schimmernde Grotten geschaffen, die Licht vom Wasser reflektieren und an den Wänden tanzen lassen. Ein römischer Stollen verbindet den Hauptort mit dem Strand Chiaia di Luna und führt durch das vulkanische Gestein der Insel.
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