Pons Neronianus, Römische Brücke nahe Vatikanviertel, Rom, Italien
Der Pons Neronianus war eine Brücke, die das Tiber-Tal überspannte und das Marsfeld nördlich mit den vatikanischen Hügeln sudlich verband. Die Konstruktion bestand aus mehreren Steinbogen, die auf kräftigen Pfeilern ruhten und dem Fluss trotzten.
Kaiser der Iulisch-Claudischen Dynastie errichteten die Brücke im 1. Jahrhundert, um ihre Macht ostlich des Flusses, besonders in den kaiserlichen Garten, auszudehnen. Das Bauwerk wurde in der Antike als wichtige Verbindung behandelt, bis der Tiber und die Zeit seine Struktur beschädigten.
Frühmittelalterliche Texte bezeichneten diese Überreste als heiligen Ort, wo Kaiser und Pilger bei Reisen ins Vatikangebiet vorbeikamen. Menschen nutzten den Übergang für ihre alltäglichen Wege zwischen Stadt und Vorstadt.
Das Bauwerk ist heute hauptsächlich archäologisch, und Besucher können Reste von Fundamenten im Tiber sehen, besonders wenn der Wasserspiegel niedrig ist. Der beste Überblick ergibt sich von der Ponte Vittorio Emanuele II aus, die über demselben Tal verläuft.
Die alte Straße Via Triumphalis, auf der siegreiche Generäle in die Stadt einzogen, führte über diese Brücke, was sie zum Zentrum kaiserlicher Zeremonien machte. Heute sind nur noch Reste dieser symbolisch wichtigen Route erkennbar.
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