Sant’Agostino in Campo Marzio, Renaissancebasilika in Sant'Eustachio, Italien
Die Basilica di Sant'Agostino in Campo Marzio ist ein Kirchenbau aus der Renaissancezeit im römischen Rione Sant'Eustachio, wenige Schritte von der Piazza Navona entfernt. Das Gebäude zeigt einen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes mit drei Schiffen und zehn Seitenkapellen, während die Fassade aus Travertinblöcken besteht, die vom Kolosseum stammen.
Kardinal Guillaume d'Estouteville beauftragte zwischen 1479 und 1483 den Neubau der Basilika, um eine kleinere Kirche zu ersetzen, die unter den Überschwemmungen des Tiber gelitten hatte. Das Bauwerk wurde zur ersten Kirche Roms, die der Verehrung des Kirchenvaters geweiht war und seine Ordensgemeinschaft beherbergte.
Der Name des Gotteshauses erinnert an den Kirchenvater aus Nordafrika, dessen Reliquien einst in der Vorgängerkirche aufbewahrt wurden. Heute kommen Besucher vor allem wegen der Gemälde und Skulpturen, die in den Seitenkapellen zu sehen sind und von führenden Künstlern der italienischen Renaissance stammen.
Die Kirche ist täglich für Gottesdienste und Besichtigungen geöffnet, der Eingang befindet sich in der Via della Scrofa 80 im Zentrum Roms. Ein Besuch lässt sich gut mit einem Spaziergang durch das umliegende Viertel verbinden, wo enge Gassen und kleine Geschäfte zum Entdecken einladen.
Die dritte Säule auf der linken Seite diente einst als Dichterwand, an der römische Autoren am Festtag der heiligen Anna ihre Verse befestigten. Dieser Brauch machte die Kirche zu einem Treffpunkt für Literaten, die ihre Werke öffentlich zeigten und miteinander austauschten.
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