Palazzo Giustiniani, Senatsresidenz nahe dem Pantheon, Rom, Italien
Palazzo Giustiniani ist ein Regierungsgebäude neben dem Pantheon in Rom, das heute Verwaltungsräume des italienischen Senats beherbergt. Die Steinfassade zeigt ein Portal mit Säulen und einem Balkon darüber, während sich die Fenster über drei Geschosse verteilen.
Der Architekt Giovanni Fontana begann die Arbeiten im Jahr 1585, als die Familie Giustiniani den Auftrag für einen neuen Stadtpalast erteilte. Im 17. Jahrhundert erweiterte Francesco Borromini das Gebäude um weitere Flügel und veränderte so die ursprüngliche Anlage.
Der Name erinnert an die Familie Giustiniani aus Genua, die das Anwesen einst besaß und hier ihre private Kunstsammlung aufbaute. Heute dient der Bau als Erweiterung des Senats, wo Beamte und Verwaltungskräfte ihren Aufgaben nachgehen, während die historischen Säle für protokollarische Anlässe genutzt werden.
Ein unterirdischer Gang verbindet den Bau mit Palazzo Madama gegenüber, wo der Senat seine Sitzungen abhält. Der Zugang ist nur zu bestimmten Anlässen und mit vorheriger Genehmigung möglich, da das Gebäude weiterhin für politische Zwecke genutzt wird.
Präsident Enrico De Nicola unterzeichnete hier am 27. Dezember 1947 in der Bibliothek die italienische Verfassung. In diesem Raum wurde damit eines der wichtigsten Dokumente der Nachkriegszeit besiegelt, das die Grundlage für die heutige Republik bildet.
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