Oratorio del Gonfalone, Oratorium aus dem 16. Jahrhundert im Zentrum von Rom, Italien
Der Oratorio del Gonfalone ist eine kleine Kirche aus dem 16. Jahrhundert in Rom, deren Wände mit Fresken im Manierismus-Stil bedeckt sind, die Szenen aus der Passion Christi darstellen. Diese Wandgemälde entstanden zwischen 1569 und 1576 und prägen das Aussehen des Innenraums vollständig.
Der Bau dieser Kapelle zwischen 1544 und 1547 erfolgte auf dem Gelände der früher zerstörten Kirche Santa Lucia Vecchia. Die Bruderschaft des Gonfalone, die seit 1264 existierte, errichtete das Oratorium als Zentrum ihrer religiösen Aktivitäten.
Der Oratorio del Gonfalone war Treffpunkt einer Bruderschaft, deren Mitglieder sich in der Kapelle versammelten, um zu beten und gemeinsam Rituale zu begehen. Der Raum spiegelt die Spiritualität des 16. Jahrhunderts wider und zeigt, wie religiöse Gemeinschaften ihre Andacht praktizierten.
Das Oratorium ist heute ein aktiver Veranstaltungsort und wird regelmäßig für Konzerte des römischen Polyphonchores genutzt. Besucher sollten die Öffnungszeiten überprüfen, da die Kapelle nicht immer öffentlich zugänglich ist und deren Verfügbarkeit von Veranstaltungen abhängt.
Zwischen 1581 und 1765 widmete sich die Bruderschaft einer außergewöhnlichen Mission: Sie sammelten Gelder, um italienische Bürger freizukaufen, die in muslimischen und slawischen Regionen versklavt worden waren. Diese Aktivität war Teil einer größeren europäischen Bewegung, die Sklaverei aktiv zu bekämpfen.
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