Emporium, Archäologischer Hafen in Testaccio, Italien
Das Emporium war ein antiker Hafen am linken Tiberufer mit einer 500 Meter langen, mit Travertinplatten gepflasterten Kaimauer. Hinter dem Kai erstreckten sich zwei Reihen von Lagerhallen für ankommende Waren.
Der Hafen wurde 193 vor Christus von den Zensoren Lucius Aemilius Lepidus und Lucius Aemilius Paulus angelegt. Er ersetzte das Forum Boarium, das den wachsenden Handelsverkehr nicht mehr bewältigen konnte.
Der Name leitet sich vom lateinischen Emporium ab, das einen Handelsplatz zum Be- und Entladen von Waren bezeichnet. Neben dem Kai standen große Speichergebäude, in denen Getreide, Öl und Wein vor der Verteilung in die Stadt gelagert wurden.
Die Überreste entlang des Lungotevere Testaccio sind von außen sichtbar, doch das Gelände selbst kann nur bei geführten Besichtigungen betreten werden. Die Touren finden bei ausreichender Nachfrage statt und werden von lokalen Kulturvereinen organisiert.
Die zerbrochenen Amphoren wurden jahrhundertelang an derselben Stelle abgeladen, bis der Monte Testaccio entstand, ein künstlicher Hügel aus etwa 25 Millionen Scherben. Heute ist dieser Hügel ein eigenes Wahrzeichen des Viertels und zeugt vom Ausmaß des antiken Handels.
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