Grabtuchkapelle, Barockkapelle im Dom von Turin, Italien
Die Sindone-Kapelle ist ein barocker Sakralraum innerhalb des Turiner Doms in Italien, bekannt für seine außergewöhnliche Kuppel. Dunkler Marmor bedeckt die Wände, während übereinanderliegende Bögen sich nach oben winden und kreisförmige Fenster Tageslicht in den Innenraum lenken.
Guarino Guarini vollendete den Bau 1694 im Auftrag von Carlo Emanuele I., um die christliche Reliquie aufzubewahren. Ein Brand zerstörte 1997 Teile der Kapelle und machte jahrzehntelange Wiederherstellungsarbeiten nötig.
Die Kapelle trägt ihren Namen nach dem italienischen Wort für das Turiner Grabtuch, das seit dem 17. Jahrhundert hier verehrt wird. Besucher sehen heute einen schlichten Behälter hinter dem Altar, der das Tuch außerhalb offizieller Ausstellungen bewahrt.
Die Kapelle wurde 2018 nach einundzwanzig Jahren Restaurierung wieder geöffnet und kann bei Besuchen des Doms besichtigt werden. Zugang erfolgt über den Haupteingang der Kathedrale, von wo aus Schilder den Weg zum Anbau weisen.
Guarini nutzte geometrische Prinzipien beim Entwurf der Kuppel, wobei sich die Bögen überlappen und ein Spiralmuster erzeugen. Dieses Design lenkt natürliches Licht nach innen und erzeugt einen Effekt, der sich im Laufe des Tages verändert.
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