Porta Palatina, Römisches Stadttor in Turin, Italien
Die Palatinischen Türme bilden das römische Stadttor im Norden Turins mit zwei eckigen Türmen auf quadratischem Grundriss, die etwa dreißig Meter in die Höhe ragen. Der mittlere Abschnitt ist etwa zwanzig Meter breit und enthält vier Durchgänge, die ursprünglich für Fuhrwerke und Fußgänger angelegt wurden.
Das Tor entstand im ersten Jahrhundert als nördlicher Eingang zur Stadt Julia Augusta Taurinorum und bildete Teil der römischen Stadtmauer. Im Lauf der Jahrhunderte wurde es mehrfach umgebaut und in spätere Befestigungen eingegliedert.
Der Name leitet sich vom nahegelegenen Palast ab, obwohl das Tor selbst viel älter ist als jedes spätere Gebäude in der Umgebung. Heute können Besucher die Überreste der Wachräume zwischen den Durchgängen sehen, wo römische Soldaten einst ihren Dienst versahen.
Besucher finden das Tor in der Altstadt nahe dem römischen Theater und können es von außen jederzeit betrachten. Die tiefen Furchen im Pflaster neben den Durchgängen zeigen, wo römische Wagenräder über Jahrhunderte hinweg Spuren hinterließen.
In den Wänden der Eingänge sind Rillen zu erkennen, in denen die sogenannten Cateractae liefen, mechanische Tore aus Holz oder Metall. Diese Sperren konnten von den Wachräumen oben herabgelassen werden, um die Stadt bei Bedarf rasch zu verschließen.
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