Chiesa dello Spirito Santo, Kirchengebäude in Turin, Italien
Die Kirche des Heiligen Geistes steht in der Via di Porta Palatina 7, gegenüber der Via Cappel Verde. Bernardino Quadri gab ihr ab 1662 ihre heutige Anlage; Giovanni Battista Feroggio gestaltete ab 1764 den Innenraum um und gliederte das einschiffige Langhaus mit vierzehn korinthischen Säulen, vier davon von Karl Emanuel III. gestiftet. Giovanni Battista Ferrante veränderte 1891 die Fassade.
Die Kirche wurde 1662 nach Plänen des Architekten Bernardino Quadri auf den Resten der Kirche San Silvestro errichtet. Beim britischen Luftangriff vom 13. Juli 1943 wurde sie schwer beschädigt und bereits 1951 wieder aufgebaut.
Die Kirche ist Sitz der Erzbruderschaft des Heiligen Geistes und der Accademia musicale del Santo Spirito, die dort Konzerte gibt. Die Bruderschaft wurde 1575 in der alten Pfarrei San Silvestro gegründet, die rund 250 Seelen zählte, und hatte die Aufgabe, Katechumenen zu betreuen und zu unterweisen. Jean-Jacques Rousseau widerrief hier am 21. April 1728 den Protestantismus und trat zum Katholizismus über.
Die Kirche liegt an der Via di Porta Palatina 7, gegenüber der Via Cappel Verde, hinter der Kirche Corpus Domini. Sie ist Sitz der Arciconfraternita dello Spirito Santo und der Accademia musicale del Santo Spirito.
Die Kirche bewahrt eine Krypta, deren tiefster Boden auf demselben Niveau liegt wie der cardo maximus der römischen Stadt Augusta Taurinorum. Eine lokale Tradition, die von Historikern wie Pingone und Cibrario angeführt wird, besagt, dass hier einst ein Diana-Tempel stand.
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