Santissimi Nomi di Gesù e Maria in Via Lata, Barockkirche an der Via del Corso, Rom, Italien
Gesù e Maria ist eine Barockkirche an der Via del Corso, deren Fassade aus Travertin und Ziegeln von Carlo Rainaldi stammt und 1674 vollendet wurde. Das einzige Portal wird von einem Lünetten-Giebel und einem rechteckigen Fenster bekrönt, von vier korinthischen Pilastern mit der Inschrift Iesu et Mariae flankiert und von einem Dreiecksgiebel abgeschlossen. Im Inneren misst ein tonnengewölbtes Schiff mit drei Kapellen pro Seite 27 Meter in der Länge und etwa 15 in der Breite.
Die Unbeschuhten Augustiner kauften das Grundstück 1615 und legten am 3. April 1633 den Grundstein; der erste Bauabschnitt nach Plänen von Carlo Buzio war Ende 1635 fertig, und die Kirche wurde am 17. Januar 1636 eingeweiht. Carlo Rainaldi vollendete zwischen 1671 und 1674 Fassade und letzten Bauteil; die Weihe folgte am 28. Januar 1675, wie eine Gedenktafel in der Sakristei bezeugt.
Der Hauptaltar zeigt ein Gemälde der Krönung der Jungfrau von Giacinto Brandi, während Giovanni Lanfranco Fresken in der Nähe des Sakristeieingangs schuf. Diese Kunstwerke prägen das Innere und zeigen die barocke Kunsttradition, die Künstler in der Kirche vereinte.
Die Kirche steht an der Via del Corso, gegenüber von San Giacomo in Augusta; der Eingang ist das einzige Portal unter einem halbrunden Tympanon mit grüner Doppeltür. Seit Ende der 1980er Jahre wird die Messe im tridentinischen Ritus gefeiert, und seit 1992 betreut das Institut Christus König und Hoherpriester die Kirche; Besucher sollten sich während der Gottesdienste entsprechend kleiden und verhalten.
Das Innere beherbergt Statuen von Johannes dem Täufer und Johannes dem Evangelisten von Giuseppe Mazzuoli, die in sorgfältig gestalteten Nischen platziert sind. Diese Skulpturen zeigen die hochwertige handwerkliche Arbeit, die bei der Ausgestaltung des Gotteshauses verwendet wurde.
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