Cisternino di Pian di Rota, Neoklassizistische Zisterne in Pian di Rota, Livorno, Italien.
Das Cisternino di Pian di Rota ist ein neoklassizistisches Wasserspeichergebäude in Livorno mit rechteckigem Grundriss und einer Portikus, die von vier toskanischen Säulen gestützt wird. Im Inneren befinden sich zwei Bereiche: ein großes Wasserreservoir und ein Filterbereich mit Kohle- und Kiesschichten zur Wasserreinigung.
Pasquale Poccianti entwarf das Projekt 1827 für die Vollendung des Aquädukts von Colognole, doch der Bau begann erst 1841. Während der Ausführung wurde der geschlossene Portikus des ersten Entwurfs durch einen Pronaos mit toskanischen Säulen und Giebel ersetzt. Die Arbeiten endeten im April 1852, als Quellwasser aus Colognole das Gebäude auf dem Weg nach Livorno durchlief; gegen Ende des Jahrhunderts wurde der Komplex vom Netz getrennt und als Lager genutzt.
Die Einheimischen nennen den Bau „Cisternino“, um ihn vom größeren Cisternone desselben Architekten Poccianti zu unterscheiden; der Name bezeichnet das kleinere der beiden neoklassizistischen Wasserbauwerke Livornos. Im Inneren lagen zwei Becken, eines zur Speicherung, eines zur Reinigung durch Kohle- und Kiesschichten, und das Dach ruht auf 28 toskanischen Pfeilern.
Das Gebäude hat schmale Schlitzfenster, die nur wenig Licht in die Innenräume lassen, daher sollte man sich Zeit für die Augen nehmen, um sich an die Dunkelheit anzupassen. Die Struktur wird von achtundzwanzig toskanischen Säulen gestützt, die das Gewölbedach tragen und das Verständnis der damaligen Ingenieurskunst verdeutlichen.
Die schmalen Schlitzöffnungen, die den gesamten Vorbau durchziehen, sind eine Hommage an die toskanische Architektur des 15. Jahrhunderts, während die halbrunden Thermenfenster an römische Bäder erinnern. Der Entwurf von 1827 sah drei blinde Arkaden vor, die beim Bau durch einen Pronaos mit toskanischen Säulen und Giebel ersetzt wurden.
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