Presepe dei Netturbini, Krippenszene in Rom, Italien
Il Presepe dei Netturbini ist eine dauerhafte Krippenszene in einer künstlichen Höhle im Viertel Aurelio in Rom. Die Ausstellung stellt ein altes palästinensisches Dorf mit kleinen Tuffsteinhäusern, engen Gassen, Flüssen, Brücken und Aquädukten nach, alles entlang eines gewundenen Weges in einem dunklen, feuchten Raum.
Die Szene wurde erstmals 1972 von zwei Müllwerkern zusammengestellt, die sie in etwa zwei Monaten aus Kalk, Mörtel und wiederverwendeten Materialien bauten. In den folgenden Jahrzehnten wuchs sie durch jährliche Ergänzungen weiter, und 2011 wurde ihr vierzigjähriges Jubiläum mit einem besonderen Poststempel und Gedenkpostkarten gefeiert.
Einheimische Familien kommen oft jedes Jahr um die Feiertage wieder, um zu sehen, welche neuen Steine und Miniaturgebäude der Szene hinzugefügt wurden. In der kleinen Museumsecke können Besucher Gesteinsfragmente entdecken, die aus verschiedenen Teilen der Welt geschickt wurden, was die Krippe zu einer Sammlung von Geschenken aus fernen Orten macht.
Der Besuch folgt einem kurzen Innenweg mit unebenem Boden und schwacher Beleuchtung, daher sind bequeme Schuhe und etwas Vorsicht beim Gehen hilfreich. Da der Raum klein ist, sind Besuche am frühen Morgen oder an Wochentagen oft ruhiger und lassen mehr Zeit, die kleinen Details zu bemerken.
Die Krippe enthält 2.234 Steine, die in Wände und Sockel eingelassen sind und aus aller Welt stammen, darunter ein Mondstein; ein Marsstein wird in den Quellen nicht erwähnt. Der kleinere Aquädukt besteht aus Tuff, die übrigen wurden nach 1979 aus Marmorfragmenten gefertigt, die Kardinal Virgilio Noè von der Vatikanbasilika und ihrer Kolonnade stiftete.
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