Kitora Tomb, Altes Grab in Asuka, Japan
Der Kitora Tomb ist ein kreisförmiger Grabhügel in Asuka, Japan, der im Inneren eine kleine Steinkammer mit farbigen Wandmalereien birgt. Die Kammer selbst misst etwa 1 Meter in der Breite und 2,4 Meter in der Länge, umgeben von einem Erdwall mit rund 14 Metern Durchmesser.
Dieser Grabhügel entstand zwischen dem späten 7. und dem frühen 8. Jahrhundert als letztes Beispiel der Kofun-Kultur in Japan. Die Anlage wurde 1983 zufällig entdeckt, als Dorfbewohner versuchten, Schäden an der Hügelstruktur zu reparieren.
Die bemalten Innenwände zeigen die vier mythischen Beschützertiere der Himmelsrichtungen, während die Sternbilder an der Decke ein frühmittelalterliches Weltbild aus chinesischen Einflüssen widerspiegeln. Besucher erleben heute eine sorgfältig gestaltete Nachbildung, die den Innenraum der Kammer mit allen Wandmalereien und Tierdarstellungen rekonstruiert.
Reservierungen für die Besichtigung sind über das nahegelegene Erlebnismuseum erforderlich, da die Originalstätte geschlossen bleibt. Der Zugang zur vollständigen Nachbildung der Kammer steht Besuchern das ganze Jahr über offen und zeigt alle Details der Malereien und Raumgestaltung.
Die Sternkarte an der Decke zeigt 68 Sternbilder und gilt als die älteste erhaltene astronomische Darstellung in Ostasien. Die Malereien überstanden die Jahrhunderte dank der feuchtigkeitsdichten Eigenschaften des vulkanischen Gesteins aus der Umgebung des Fuji.
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