Narusawa-hyōketsu, Eishöhle in Narusawa, Japan
Die Höhle erstreckt sich 156 Meter unter dem Berg Fuji und bildet einen kreisförmigen unterirdischen Pfad mit Basaltlavaformationen und natürlichen Eissäulen. Die Decken variieren in der Höhe zwischen einem und drei Metern, wobei Besucher durch mehrere Kammern mit unterschiedlichen geologischen Merkmalen navigieren. Eisansammlungen bedecken Teile des Bodens und der Wände.
Das Tunnelsystem entstand während des großen Ausbruchs des Berges Fuji im Jahr 864 unserer Zeitrechnung, als Lavaströme Hohlräume bildeten und geschmolzenes Gestein abfloss. Die Höhle wurde im 19. Jahrhundert dokumentiert und in der Meiji-Zeit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, nachdem sie jahrhundertelang für kommerzielle Eislagerung genutzt worden war.
Während der Edo-Periode diente die Höhle als natürliche Kühlanlage, in der Eis gelagert und konserviert wurde, um es an hochrangige Regierungsbeamte zu liefern. Die konstante Temperatur von 3 Grad Celsius ermöglichte die Lagerung über Monate hinweg, lange bevor mechanische Kühlung verfügbar war.
Die Höhle hält ganzjährig eine konstante Temperatur von 3 Grad Celsius, wobei geführte Touren täglich zwischen 9:00 und 16:30 Uhr verfügbar sind. Besucher sollten warme Kleidung und rutschfeste Schuhe tragen, da Oberflächen eisig und uneben sind. Der Eingang befindet sich in der Nähe der Aokigahara-Waldstraße und ist mit dem Bus von Kawaguchiko-Station erreichbar.
Bei 21 Metern unter der Erdoberfläche befindet sich der sogenannte Holzpool, ein Bereich mit permanenten Eisformationen neben vulkanischen Gesteinsstrukturen. Der Name stammt von der historischen Praxis, hier Holzstämme in Eis einzufrieren, um sie für den Transport nach Edo zu konservieren, wobei das Eis als Isolierung diente.
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