Baray, Archäologisches Wasserreservoir in Angkor, Kambodscha.
Das Baray ist ein großes Wasserbecken in Angkor, das die ingenieurtechnischen Fähigkeiten der Khmer-Zivilisation unter Beweis stellt. Das Wassersystem bestand aus mehreren miteinander verbundenen Kanälen und Dämmen, die während der Regenzeit Wasser sammelten und es das ganze Jahr über speicherten.
Der Stausee wurde im 11. Jahrhundert unter König Suryavarman I. von Ingenieuren des Khmer-Reiches erbaut und gehörte zu einem größeren Wassermanagementsystem. Diese Wasserkonstruktion war entscheidend für die Bewässerung von Reisfeldern und die Unterstützung der wachsenden Bevölkerung Angkors.
Das Wasser symbolisierte für die Khmer-Bevölkerung Reinheit und kosmische Ordnung, und der Stausee war ein zentraler Ort für religiöse Zeremonien. Menschen besuchten es, um sich spirituell zu verbinden und die Harmonie zwischen Mensch und Natur zu ehren.
Das Baray liegt außerhalb des Haupttempelbezirks und ist am besten mit dem Tuk-Tuk oder Fahrrad von Siem Reap aus erreichbar. Die schönsten Aussichten bieten sich in den frühen Morgenstunden oder bei Sonnenuntergang, wenn das Licht über dem Wasser besonders schön ist.
Fischerei findet im Baray schon seit vielen Jahrhunderten statt, und lokale Fischer verwenden noch heute traditionelle Methoden, die seit der Antike bekannt sind. Das Wasser bleibt das ganze Jahr über erhalten, obwohl die Anlage über 900 Jahre alt ist.
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