Westlicher Mebon, Alter Tempel in Angkor, Kambodscha
West Mebon ist eine Tempelruine in der Angkor-Region auf einer quadratischen Plattform mit Seitenlängen von etwa 100 Metern, auf der drei turmartige Passagen mit steinernen Lotusmotiven stehen. Die Struktur sitzt in der Mitte des West Baray Stausees und zeigt noch heute Spuren ihrer ursprünglichen architektonischen Gestaltung.
Der Tempel wurde im 11. Jahrhundert unter König Suryavarman I. und seinem Nachfolger Udayadityavarman II. erbaut und diente sowohl als Heiligtum als auch als Teil eines ausgedehnten Wasserkontrollsystems. Die Anlage war Teil der ambitionierten hydraulischen Infrastruktur, die die Khmer-Zivilisation unterstützte.
Der Tempel steht im Zentrum des West Baray Stausees und war ein Ort der Verehrung von Göttern, deren Präsenz durch die umgebenden Gewässer symbolisiert wurde. Pilger kamen her, um Rituale durchzuführen, die Wasser und Fruchtbarkeit mit dem Göttlichen verbanden.
Die Zugänglichkeit wechselt je nach Jahreszeit: In der Trockenzeit ist die Anfahrt per Land möglich, während in der Regenzeit der Tempel von Wasser umgeben ist und eine andere Art der Anfahrt erforderlich macht. Besucher sollten sich auf unterschiedliche Bedingungen und möglicherweise begrenzte Zugänglichkeit während der Monsunmonate einstellen.
Bei Ausgrabungen im Jahr 1936 fanden Archäologen hier die größte Bronzeskulptur der Khmer-Kunstgeschichte: eine sechs Meter lange Darstellung des Hindugotts Vishnu. Diese bemerkenswerte Entdeckung zeigt die Qualität und Ambition der künstlerischen Arbeiten, die einst diesen Ort schmückten.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.