Tonlé Sap Biosphere Reserve, Süßwasser-Biosphärenreservat in Zentralkambodscha
Die Tonlé-Sap-Biosphärenreserve ist eine riesige Süßwasserschutzzone im zentralen Kambodscha, die das größte Süßwassersee Südostasiens und die umgebenden Feuchtgebiete umfasst. Das Gebiet besteht aus Überflutungsebenen, Wäldern und Fischereizonen, die sich über Millionen Hektar erstrecken und zahlreiche Tier- und Pflanzenarten beherbergen.
Die UNESCO erkannte das Gebiet 1997 als Biosphärenreserve an, um seine natürliche Vielfalt und Umwelt zu schützen. Drei Jahre später festigte das Königliche Dekret von 2001 diesen Status durch die Gründung mehrerer geschützter Kernzonen.
Die Fischergemeinden, die um den See herum leben, haben sich an die dramatischen Wasserschwankungen angepasst und bauen ihre Häuser auf Flöße, die sich mit den jahreszeitlichen Änderungen heben und senken. Diese Lebensweise prägt das Alltagsbild des Reserves und zeigt, wie Menschen in dieser Gegend seit Generationen mit der Natur arbeiten.
Die beste Zeit zum Besuch ist während oder nach der Monsunzeit, wenn das Wasser am höchsten ist und die Vogelbeobachtung optimal ist. Besucher sollten geführte Touren von nahe gelegenen Städten wie Siem Reap buchen und sich auf Boot- und Wanderexkursionen vorbereiten, die mehrere Stunden dauern können.
Während der Monsunzeit kehrt der Mekong-Fluss seine Strömungsrichtung um und speist das Tonlé-Sap-See von Süden her. Diese seltene hydrologische Umkehrung lässt die Wasserfläche um ein Vielfaches anschwellen und schafft ein dynamisches Ökosystem, das sich sichtbar und spürbar verändert.
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