Jeju-si, Verwaltungshauptstadt auf der Insel Jeju, Südkorea.
Jeju ist eine Verwaltungsstadt im nördlichen Teil der Insel Jeju in der gleichnamigen Provinz Südkoreas, die sich entlang der Küste erstreckt und das wirtschaftliche Zentrum der Insel bildet. Die Stadt verbindet moderne Hochhäuser und Einkaufsviertel mit älteren Wohngegenden, in denen noch die traditionelle Bauweise mit Lavastein zu sehen ist.
Die Siedlung entwickelte sich ab dem 15. Jahrhundert als Verwaltungssitz der Insel unter der Joseon-Dynastie und blieb über Jahrhunderte ein kleiner Hafenort. Nach der Gründung der eigenständigen Provinz Jeju im Jahr 1946 wuchs die Stadt rasch und wurde in den 1950er Jahren zum offiziellen Verwaltungszentrum ausgebaut.
Die Altstadt rings um die Dongmun-Marktgegend zeigt niedrige Häuser mit schwarzen Lavastein-Mauern und schmalen Gassen, in denen einheimische Händler frischen Fisch und lokale Spezialitäten anbieten. Viele Bewohner sprechen neben Koreanisch auch den Jeju-Dialekt, der sich stark vom Festland-Koreanisch unterscheidet und für Besucher kaum verständlich ist.
Der internationale Flughafen liegt zentral in der Stadt und bietet häufige Verbindungen zum Festland, während das Hafengebiet Fährverbindungen zu anderen koreanischen Häfen ermöglicht. Die meisten Sehenswürdigkeiten und Hotels befinden sich entlang der Küstenstraße, die sich gut zu Fuß oder mit öffentlichen Bussen erkunden lässt.
Die Flugroute zwischen diesem Flughafen und Seoul gilt als die weltweit am häufigsten beflogene Strecke, mit über 60.000 Flügen pro Jahr und oft mehr als 100 täglichen Verbindungen. Trotz dieser hohen Frequenz dauert der Flug nur etwa eine Stunde und wird vor allem von Inlandsreisenden genutzt, die die Insel für Kurzurlaube besuchen.
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