Kolyma, Geografische Region im nordöstlichen Sibirien, Russland
Kolyma ist eine weitläufige Region im nordöstlichen Sibirien, zwischen dem Ostsibirischen Meer und dem Ochotskischen Meer gelegen, mit hohen Bergen, tiefen Tälern und ausgedehnten Tieflandschaften. Die Flüsse schneiden sich durch das Gelände und prägen die Landschaftsform, während weite Flächen von Tundra und lichten Baumbeständen bedeckt sind.
Zwischen 1932 und 1954 dienten Teile der Region als Standorte für Arbeitslager, wo Gefangene unter extremen Bedingungen in Goldminen arbeiteten. Nach der Schließung dieser Lager verlagerte sich der Fokus auf Bergbau und Infrastrukturentwicklung in kleinerem Maßstab.
Die Ureinwohner im Norden halten ihre Verbindung zur Rentierhaltung und zur Jagd aufrecht, während in den kleinen Siedlungen ein Mix aus modernen Elementen und älteren Holzhäusern zu sehen ist. Der Name Kolyma leitet sich vermutlich von einem Wort ab, das "Fluss" in einer einheimischen Sprache bedeutet.
Der Zugang erfolgt hauptsächlich per Flugzeug oder über die Kolyma-Straße, wobei die Straßenverhältnisse im Winter besser befahrbar sind. Reisende sollten sich auf lange Distanzen zwischen Siedlungen und begrenzte Dienstleistungen vorbereiten.
In einigen Gebieten bleiben Reste alter Lagerstrukturen sichtbar, die von der rauen Vergangenheit der Region zeugen. Die Temperaturen können im Sommer kurzzeitig angenehm werden, während der Boden im Winter so hart gefriert, dass schwere Fahrzeuge problemlos darüber fahren können.
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