Baidoa, Regionale Hauptstadt im Südweststaat, Somalia
Baidoa ist eine Stadt am Rand von Hochland und nutzt natürliche Quellen für die Wasserwirtschaft, was sie zum Zentrum der somaliischen Zwischenflussgegend macht. Das Gelände steigt sanft an, und es gibt verstreut liegende Wohnquartiere mit Steinbauten, die sich über mehrere Hügel verteilen.
Italienische Streitkräfte übernahmen die Stadt 1913, woraufhin Großbritannien sie von 1941 bis 1950 verwaltete. Diese Phasen fremder Kontrolle endeten mit lokalen Gruppen, die dann um die Macht konkurrierten.
Die Stadt wird seit Jahrhunderten vom Madanle-Clan geprägt, dessen Mitglieder Steinhäuser errichteten und Brunnen anlegten, um Wasser zu erschließen. Man sieht diese Bauweise noch heute in den älteren Vierteln, wo die Bewohner traditionelle Methoden der Wasserwirtschaft weiterhin nutzen.
Die Universität Südsomalias betreibt hier seit 2007 Studienprogramme und ist die wichtigste Einrichtung für höhere Bildung in der Region. Besucher sollten sich bewusst sein, dass die Zufahrtswege zu bestimmten Jahreszeiten schwierig sein können und Trockenzeiten den Zugang zu Wasser einschränken.
Während schwerer Dürren werden Hilfsgüter per Flugzeug transportiert, da bewaffnete Gruppen die Kontrolle über alle Straßenzufahrten haben. Diese Luftbrücken sind oft die einzige Möglichkeit, lebensnotwendige Versorgung zu bringen, wenn das Land völlig vertrocknet ist.
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