Mausoleum of Saladin, Osmanisches Mausoleum nahe der Umayyaden-Moschee, Damaskus, Syrien.
Das Mausoleum des Saladin ist ein osmanischer Grabbau unweit der Umayyaden-Moschee in Damaskus, Syrien. Die Steinkonstruktion zeigt eine quadratische Kammer mit verzierten Wänden, vier Bögen tragen eine Kuppel, ein achteckiger Tambour bildet den Übergang zwischen beiden Ebenen.
Der Grabbau entstand zwischen 1193 und 1196 nach dem Tod des Sultans und wurde ein Ort der Erinnerung an seine militärischen Erfolge gegen die Kreuzfahrer. Im frühen 20. Jahrhundert schenkte der deutsche Kaiser Wilhelm II. einen weißen Marmorsarkophag, der heute neben dem ursprünglichen Holzsarkophag steht.
Die Grabkammer ist mit osmanischen Fliesen aus dem 17. Jahrhundert verkleidet, ihre blauen und grünen Farbtöne bilden geometrische und florale Motive aus Steinpaste. Besucher treten in einen Raum, in dem sich islamische Kunsthandwerkskunst mit der Verehrung für einen mittelalterlichen Sultan verbindet.
Das Bauwerk liegt in der Altstadt von Damaskus, einem Weltkulturerbe der UNESCO, unmittelbar neben einer der ältesten Moscheen der Welt. Besucher erreichen den Zugang durch die Gassen des historischen Zentrums, wo Orientierung durch lokale Hinweise erleichtert wird.
Zwei Särge befinden sich in der Kammer: Der hölzerne enthält die sterblichen Überreste des Sultans, während der Marmorsarkophag von 1903 leer bleibt. Diese Dopplung entstand aus diplomatischer Höflichkeit, da die Gabe des deutschen Kaisers nicht abgelehnt werden konnte, das ursprüngliche Grab jedoch nicht bewegt wurde.
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