Bana, Mittelalterliche Kathedralenruinen in der Provinz Erzurum, Türkei.
Die Bana-Kathedrale ist eine mittelalterliche Kirchenruine in der Provinz Erzurum in der Türkei, die in einem Tetrakonchos-Grundriss mit einem polygonalen Umgang um den Kern errichtet wurde. Die noch stehenden Mauerteile ragen deutlich aus der umgebenden Landschaft heraus und zeigen an mehreren Stellen noch originale Steindetails.
Die Kirche wurde im frühen Mittelalter errichtet und im 9. Jahrhundert unter Adarnase IV. grundlegend umgebaut. Im 19. Jahrhundert wurde sie als Militärstützpunkt genutzt und erlitt dabei sowie in späteren Konflikten zwischen Russland und der Türkei erhebliche Schäden.
Die Kathedrale war ein zentrales Gotteshaus für die georgische Bagrationi-Dynastie und ein Ort königlicher Zeremonien. Wer die Ruine besucht, kann noch heute die Überreste der umlaufenden Wandelhalle sehen, die einst den Kern des Gebäudes umgab.
Die Ruine liegt in einer abgelegenen Gegend der Provinz Erzurum und erfordert eine sorgfältige Vorbereitung, da die Anreise über unbefestigte Wege führen kann. Es empfiehlt sich, von der Stadt Erzurum aus zu starten und die örtlichen Gegebenheiten vor der Fahrt zu erfragen.
Die Kathedrale von Bana war ursprünglich ein Ort der Krönung georgischer Könige, darunter Bagrat IV. im Jahr 1027, bevor sie zu einer Festung umgebaut wurde. Diese Umnutzung war im mittelalterlichen Kaukasus ungewöhnlich, da sakrale Bauten selten so vollständig in Militäranlagen verwandelt wurden.
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