Rum Mehmed Pasha Mosque, Osmanische Moschee im Bezirk Üsküdar, Türkei.
Die Moschee liegt auf einer erhöhten Position mit Blick auf das Bosporus-Ufer und nutzt Stein und Ziegelkonstruktion in typischer Weise des 15. Jahrhunderts. Der Innenraum prägt sich durch sein einfaches, gut durchdachtes Design, bei dem Säulen und Bogenöffnungen den Gebetsbereich strukturieren.
Erbaut 1471 unter Rum Mehmed Pasha, einem griechischstämmigen Großwesir, war dies das erste islamische Gebäude auf Istanbuls asiatischer Seite nach der Eroberung. Die Errichtung markiert den Beginn der neuen stadtweiten Bauaktivität nach der Konsolidierung der ottomanischen Macht.
Der Gebetsbereich zeigt byzantinische Bautechniken, die von den Architekten auf neue islamische Anforderungen angepasst wurden. Diese Mischung lässt sich in der Art sehen, wie Räume und Durchgänge gestaltet sind.
Besucher erreichen die Moschee über öffentliche Verkehrsmittel nach Üsküdar und laufen dann die Semsi Pasa Straße hinauf, wobei festes Schuhwerk wegen des Hangs zu empfehlen ist. Der Zugang ist leicht zu finden, da die Moschee prominent über dem Wasser positioniert ist.
Die Moschee war Zeuge der Konvertierung vieler Griechen zum Islam während der frühen ottomanischen Periode, weshalb griechische Namen unter den frühen Stiftern auftauchen. Diese Verflechtung von Kulturen in den Anfangsjahren ist selten dokumentiert, macht das Gebäude aber zu einem Fenster in eine weniger bekannte Epoche.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.