Oblast Tschernihiw, Verwaltungsregion im Norden der Ukraine.
Die Oblast Tschernihiw ist eine Verwaltungseinheit im Norden der Ukraine, die an Belarus und an die ukrainischen Regionen Kiew, Sumy und Poltawa grenzt. Das Gebiet umfasst waldreiche Landschaften, Flussauen entlang des Dnipro und seiner Nebenflüsse sowie landwirtschaftliche Flächen mit kleinen Dörfern und Städten.
Die Region wurde im Oktober 1932 als sowjetische Verwaltungseinheit gegründet und umfasst die alte Stadt Tschernihiw, die bereits in der Kiewer Rus eine wichtige Rolle spielte. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde die Oblast Teil der unabhängigen Ukraine und durchlief mehrere Gebietsreformen.
Der Name leitet sich von der Hauptstadt Tschernihiw ab, deren slawische Wurzeln auf das Wort für schwarz verweisen. Heute prägen orthodoxe Kuppeln und alte Klöster das Stadtbild, während in den ländlichen Gebieten traditionelle Holzhäuser und Feldwege das Leben bestimmen.
Für Reisende lohnt sich ein Besuch der Hauptstadt und der historischen Stätten im zentralen Teil, die mit dem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Die ländlichen Gebiete sind weitläufig und weniger erschlossen, daher ist ein eigenes Fahrzeug von Vorteil.
Die Bevölkerung ist seit Mitte des 20. Jahrhunderts stark zurückgegangen, wodurch heute viele Ortschaften fast menschenleer wirken. Diese Entwicklung macht die Region zur am dünnsten besiedelten Verwaltungseinheit des Landes.
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