Los Roques, Meeresnationalpark in den Bundesterritorien, Venezuela
Los Roques ist ein Archipel aus etwa 350 kleinen Inseln und Sandbänken im karibischen Meer, die rund 130 km (80 Meilen) nördlich der venezolanischen Küste liegen. Gran Roque ist die einzige dauerhaft bewohnte Insel und beherbergt einen kleinen Flughafen, eine Handvoll einfacher Straßen und dicht beieinander stehende Häuser in hellgelben und pastellgrünen Tönen.
Spanische Schiffe kartierten diese Gewässer Ende des 16. Jahrhunderts, während einheimische Gruppen zuvor hierher kamen, um Schildkröten zu fangen und Meeressalz zu sammeln. Die Regierung erklärte das Gebiet 1972 zum Nationalpark und legte Regeln fest, um das Riff und die Nistplätze vor Überfischung und unkontrollierter Entwicklung zu schützen.
Der Name stammt von den französischen Piraten, die hier im 17. Jahrhundert Unterschlupf fanden und die felsigen Küsten "les roches" nannten. Heute bewohnen etwa vierhundert Fischer und ihre Familien die Hauptinsel, wo sie früh morgens aufbrechen und mit ihrem Fang am Nachmittag zum Anleger zurückkehren.
Kleine Propellermaschinen fliegen von Caracas in etwa vierzig Minuten hierher und landen auf Gran Roque, wo Besucher eine Schutzgebühr am Flughafen zahlen. Die meisten Reisenden nehmen von dort Boote zu den äußeren Sandbänken, auf denen man bei Sonne fast bis zur Hüfte im klaren flachen Wasser stehen kann.
Flamingos waten durch die flachen Lagunen auf einigen unbewohnten Inseln und ernähren sich von Krustentieren, die in den warmen Gezeitentümpeln leben. Andere Vogelarten, darunter Fregattvögel und Pelikane, nisten auf felsigen Vorsprüngen fernab der Hauptinsel, wo menschliche Störungen selten sind.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.