Sima Martel, Natürlicher Abgrund im Sarisariñama-Tepui, Venezuela
Die Sima Martel ist eine riesige Doline im Sarisariñama-Tepui mit einer Öffnung von etwa 500 Metern Breite und einer Tiefe von rund 250 Metern. Die Wände bestehen aus Quarzit, einem äußerst harten Gestein, das der Struktur ihre markante Form verleiht.
Die Doline wurde 1961 während eines Hubschrauberflugs entdeckt und später in den 1970er Jahren erforscht. Diese Erkundungen ermöglichten das Verständnis dieser außergewöhnlichen geologischen Formation in abgelegenen südamerikanischen Hochebenen.
Der Abgrund trägt den Namen des Höhlenforschers Édouard-Alfred Martel, was die wissenschaftliche Anerkennung seiner Höhlenforschungsstudien widerspiegelt.
Besuche erfordern spezielle Genehmigungen und eine Koordination mit der Verwaltung des Nationalparks Jaua-Sarisariñama im Bundesstaat Bolívar. Die extreme Abgelegenheit und fehlende Zugangswege bedeuten, dass Expeditionen sorgfältig geplant werden müssen.
Am Grund dieser Doline wächst ein isolierter Wald, der sich deutlich von der übrigen Flora der Hochebene unterscheidet. Schwarze mineralische Stalaktiten aus Litiophorit schaffen dort eine ungewöhnliche unterirdische Landschaft.
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