Bạc Liêu, Küstenprovinz im Mekong-Delta, Vietnam
Bạc Liêu ist eine Provinz im Mekong-Delta im äußersten Süden Vietnams, wo Flussarme und Kanäle weite Reisfelder durchziehen und die Küstenstreifen für Salzgewinnung sowie Fischzucht genutzt werden. Die gesamte Region liegt nur wenige Meter über dem Meeresspiegel und bildet eine flache, wasserreiche Landschaft mit kleinen Dörfern und Märkten entlang der Ufer.
Nach dem Fall von Saigon 1975 wurde die Provinz mit Cà Mau zu Minh Hải zusammengelegt und blieb bis 1996 ein gemeinsames Verwaltungsgebiet. In jenem Jahr erfolgte die erneute Aufteilung, und beide Regionen erhielten ihre frühere provinziale Eigenständigkeit zurück.
Die Region entwickelte den Vọng cổ, eine grundlegende Form der südvietnamesischen traditionellen Musik, die zwischen 1918 und 1919 in den lokalen Gemeinschaften entstand.
Die Provinzhauptstadt liegt etwa 195 Kilometer nordöstlich von Ho-Chi-Minh-Stadt und ist über Überlandstraßen sowie einen kleinen Flughafen erreichbar. Wer die ländlichen Wasserstraßen erkunden möchte, findet Bootsvermietungen und örtliche Führer in mehreren Marktorten entlang der Kanäle.
Entlang der Küste drehen sich mehrere Windkraftanlagen, die neben den traditionellen Salzfeldern und Garnelenteichen eine neue Einkommensquelle für die Gemeinden bilden. Besucher sehen hier moderne Turbinen und alte Handwerkstechniken auf engem Raum nebeneinander.
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