Pyramiden, Sowjetische Bergbausiedlung in Spitzbergen, Norwegen
Pyramiden ist eine ehemalige Bergbausiedlung auf Spitzbergen in Norwegen, die am Fuß eines spitzen Berges liegt. Holzhäuser, Wohnblöcke und öffentliche Gebäude stehen leer entlang breiter Straßen, während die umliegende Tundra bis zum Fjord reicht.
Schwedische Unternehmen begannen hier ab 1910 mit dem Kohleabbau, bevor die Sowjetunion die Siedlung 1927 übernahm. Die letzten Bergleute und ihre Familien verließen den Ort 1998, nachdem die Förderung unrentabel geworden war.
Der Name stammt vom dreieckigen Berg, der die Gebäude überragt und wie eine ägyptische Pyramide aussieht. Bewohner kommen nur noch für die Sommersaison ins Hotel, das in einem der ehemaligen Verwaltungsgebäude untergebracht ist.
Bootsfahrten vom Hafen Longyearbyen aus dauern mehrere Stunden und verkehren nur im Sommer, wenn das Eis schmilzt. Im Winter bieten geführte Schneemobiltouren Zugang, doch benötigt man warme Kleidung und sollte die Polarnacht berücksichtigen.
Inventar und persönliche Gegenstände blieben nach der Räumung zurück, als ob die Bewohner mitten im Alltag aufgebrochen wären. Besucher finden Lehrbücher in Schulräumen und Sportgeräte in der Turnhalle, die noch an ihrem Platz hängen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.