Milion, Römischer Meilenstein am Sultan-Ahmet-Platz, Türkei
Der Meilenstein besteht aus Marmorfragmenten und Bogenresten, die einst den Nullpunkt des byzantinischen Straßennetzes in Konstantinopel bildeten. Diese Überreste stehen heute auf einem niedrigen Sockel am Rande einer belebten Fußgängerzone.
Der Kaiser errichtete diesen Nullpunkt im 4. Jahrhundert, um alle Entfernungen im Oströmischen Reich von diesem Ort aus zu messen. Spätere Herrscher fügten weitere Elemente hinzu, bis Erdbeben und Stadtumbauten das Bauwerk nach und nach zerstörten.
Der Name bedeutet "Stein der Million" und bezieht sich auf die unzähligen Straßenmeilen, die von hier aus gemessen wurden. Reisende sahen diesen Punkt als symbolisches Tor zwischen der Stadt und dem Rest der Welt.
Die Überreste stehen in unmittelbarer Nähe zum Eingang der Basilika-Zisterne und sind von der Straße aus gut sichtbar. Besucher können das Denkmal jederzeit von außen betrachten, da es sich auf öffentlichem Grund befindet.
Das Bauwerk diente später als Verteilungspunkt für Wasser, wobei osmanische Ingenieure ein Rohrsystem in die antiken Fundamente integrierten. Dieser praktische Zweck erhielt den Ort über Jahrhunderte, während andere Denkmäler verschwanden.
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