Provinz Lleida, Provinz im Nordosten Kataloniens, Spanien
Die Provinz Lleida ist eine Verwaltungseinheit im Nordosten Kataloniens in Spanien, die sich von den Pyrenäen im Norden bis zu den Flussebenen des Ebro im Süden erstreckt. Sie umfasst 231 Gemeinden und wird durch ein ausgedehntes Straßennetz verbunden, wobei die gleichnamige Hauptstadt als administratives und wirtschaftliches Zentrum der gesamten Region dient.
Diese Verwaltungseinheit wurde im Jahr 1833 im Zuge der territorialen Neuordnung Spaniens offiziell gegründet und zu einer der vier Provinzen Kataloniens gemacht. Ihre Grenzen folgten dabei weitgehend älteren kirchlichen und historischen Gebieten, die bereits seit dem Mittelalter existierten und nun in eine moderne Verwaltungsstruktur überführt wurden.
Das Vall de Boí beherbergt mehrere romanische Kirchen aus dem Mittelalter, die zum UNESCO-Welterbe gehören und von Pilgern wie Kunstfreunden gleichermaßen besucht werden. Diese kleinen Gotteshäuser zeigen Fresken und Wandmalereien, die noch immer die Handwerkskunst dieser Epoche widerspiegeln und die Region zu einem wichtigen Ziel für Liebhaber alter Architektur machen.
Das Gebiet lässt sich am besten mit dem Auto erkunden, da viele kleinere Dörfer und Bergtäler abseits der Hauptstraßen liegen und keine regelmäßigen Busverbindungen aufweisen. Wer die Pyrenäentäler besuchen möchte, sollte im Sommer oder Frühherbst anreisen, wenn die Pässe schneefrei sind und Wanderwege zugänglich bleiben.
Das Vall d'Aran im Norden besitzt eine besondere Autonomie und verwendet Aranesisch, eine Variante des Okzitanischen, als offizielle Amtssprache neben Katalanisch und Spanisch. Dieses Tal öffnet sich geografisch nach Frankreich hin und zeigt dadurch eine sprachliche und kulturelle Prägung, die sich deutlich vom Rest der Region unterscheidet.
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