Pabellón de México para la Exposición Iberoamericana de 1929, Mexikanischer Ausstellungspavillon an der Avenida de la Palmera, Sevilla, Spanien
Der Pabellón de México steht am Paseo de las Delicias neben dem brasilianischen Pavillon, nicht im Parque María Luisa. Der Architekt Manuel María Amábilis Domínguez aus Mérida in Yucatán stützte sein Projekt „Itzá“ auf den Puuc-Stil und die toltekisch geprägte Architektur von Chichén Itzá. Die Fassade trägt allegorische Reliefs und Skulpturen von Leopoldo Tommasi López nach Zeichnungen von Víctor Manuel Reyes; ein rückwärtiger Hof besitzt einen Brunnen mit Maya- und Toltekenmotiven.
Zunächst war nur ein provisorischer Pavillon geplant, im Juni 1925 entschied sich Mexiko für einen dauerhaften Bau; 1926 wurde ein 5.442 Quadratmeter großes Grundstück neben dem künftigen brasilianischen Pavillon zugewiesen. Den dritten von drei Wettbewerben zwischen Januar 1926 und Mai 1927 gewann Manuel María Amábilis Domínguez mit seinem Projekt Itzá, benannt nach Chichén Itzá. Die Ingenieursbrüder Casso begannen im Oktober 1927 mit dem Bau und beendeten ihn am 31. August 1928; Luis N. Morones leitete die mexikanische Beteiligung.
Die Wände zeigen Inschriften über die Beziehungen zwischen Spanien und Mexiko, die Besucher beim Durchgang bemerken können. Die Fassade präsentiert Maya- und Tolteken-Motive durch Skulpturen und Reliefs, die das mesoamerikanische Erbe des Landes widerspiegeln.
Das Gebäude beherbergt heute einen Zweig der Universität von Sevilla und kann daher nur begrenzt von außen erkundet werden. Es wird empfohlen, den Außenbereich und die Fassade von den Wegen des Parks aus zu besichtigen, um die dekorativen Details vollständig zu schätzen.
Der rückwärtige Hof des Pavillons birgt einen Brunnen mit Maya- und Toltekmotiven, passend zu den Puuc-Reliefs der Fassade. Das 1926 vom Ausstellungskomitee zugewiesene Grundstück umfasste 5.442 Quadratmeter und grenzte an die Venta de Eritaña und den künftigen brasilianischen Pavillon.
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