Maison Picassiette, Volkskunstmuseum in Chartres, Frankreich
Die Maison Picassiette ist ein Haus in Chartres, bei dem fast jede innere und äußere Fläche mit Mosaiken bedeckt ist, die aus Scherben von Tellern, Tassen, Flaschen und anderen Materialien entstanden. Die Wandverkleidungen, Fußböden, Decken und sogar Gartenmöbel bilden ein geschlossenes Kunstwerk, bei dem kaum Raum undekoriert bleibt.
Raymond Isidore, ein Friedhofsarbeiter, erbaute und schmückte dieses Haus zwischen 1928 und 1960 und verwandelte Alltagsmaterial, das er fand, in ein großes Kunstwerk. Seine Arbeit zeigt, wie ein einzelner Mensch mit bescheidenen Mitteln über Jahrzehnte hinweg ein einzigartiges Umfeld schaffen konnte.
Die Mosaike zeigen religiöse Motive, die Kathedrale von Chartres und andere französische Wahrzeichen, die zeigen, wie der Erbauer seine Heimat und seinen Glauben in seine Kunst einwob. Die Wahl dieser Motive spiegelt wider, wie persönliche Bindungen und lokale Orte den künstlerischen Ausdruck eines Menschen prägen können.
Das Haus ist für Besucher zugänglich und bietet Führungen an, bei denen Techniken und Materialien erklärt werden. Es ist hilfreich, sich Zeit zu nehmen, um die Details der Mosaike genau anzusehen, da jede Ecke etwas Neues enthält.
Der Künstler sammelte seine Materialien jahrelang aus einem nahegelegenen Friedhof und von Baustellen in der Gegend. Diese tägliche Suche nach brauchbaren Scherben wurde zur Grundlage seiner gesamten künstlerischen Praxis.
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