Porte Guillaume, Mittelalterliches Stadttor in Chartres, Frankreich
Porte Guillaume ist ein mittelalterliches Stadttor in Chartres mit zwei runden Türmen, die Zinnenkränze und Schießscharten aufweisen. Das Fußgängertor ist in die Befestigungsanlage am Ufer der Eure eingebunden und zeigt die typischen Merkmale der spätmittelalterlichen Verteidigungsarchitektur.
Die Konstruktion erstreckte sich über mehrere Jahrhunderte vom 12. bis zum 15. Jahrhundert und bildete den Haupteingang für Reisende aus Paris. Sie wurde 1944 durch deutsche Truppen zerstört und später teilweise wiederhergestellt.
Die Kapelle im ersten Stock war lange Zeit ein Ort für Gläubige aus der Stadt, die über eine Treppe zur Stadtmauer gelangten. Die Einrichtung zeigt, wie religiöses Leben in die Verteidigungsstrukturen der mittelalterlichen Stadt eingewoben war.
Der Zugang ist einfach, da sich das Tor in der Nähe des Stadtkerns befindet und gut zu Fuß erreichbar ist. Ausgrabungen zwischen 2010 und 2014 haben die archäologischen Schichten freigelegt, aber diese sind heute nicht für die Öffentlichkeit zugänglich.
Während der Französischen Revolution wurde das Tor in Porte Guillaume Tell umbenannt, um alle Bezüge zum alten Régime zu tilgen. Dieser neue Name verband das Bauwerk kurzzeitig mit der Schweizer Unabhängigkeit und revolutionären Idealen.
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