Neuwied, Verwaltungszentrum in Rheinland-Pfalz, Deutschland
Neuwied liegt am rechten Rheinufer und gliedert sich in dreizehn Stadtteile, wobei Heimbach-Weis mit achttausend Einwohnern der größte ist. Die Gemeinde erstreckt sich entlang des Flusses und verbindet ältere Siedlungskerne mit neueren Wohnvierteln.
Graf Friedrich III. von Wied gründete die Siedlung im Jahr sechzehnhundertdreiundfünfzig auf den Überresten des im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Dorfes Langendorf. Die frühindustrielle Eisenwalzwerk Rasselstein entstand später durch Graf Johann Friedrich Alexander und markierte einen wirtschaftlichen Wendepunkt.
Der Gründer gewährte allen Glaubensrichtungen freie Religionsausübung und zog damit reformierte Protestanten, Mennoniten und mährische Brüder an. Diese Offenheit prägte das städtische Leben über Jahrhunderte und machte den Ort zu einem Zufluchtsort für religiöse Gemeinschaften aus ganz Europa.
Die Bundesstraßen Neun, Zweiundvierzig und Zweihundertsechsundfünfzig durchqueren das Gemeindegebiet und verbinden es mit den umliegenden Regionen. Zwei Bahnhöfe bieten Anschluss an Regional- und Fernverkehrszüge in Richtung Frankfurt und Köln.
Die Walzwerk-Anlage Rasselstein gehörte zu den ersten Industriebetrieben in deutschen Landen und verarbeitete ab dem achtzehnten Jahrhundert Eisenblech. Diese frühe Mechanisierung veränderte die wirtschaftliche Ausrichtung der gesamten Region nachhaltig.
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