Gönnersdorf, Paläolithische Ausgrabungsstätte in Feldkirchen-Gönnersdorf, Deutschland
Gönnersdorf ist eine Ausgrabungsstätte mit Resten von kreisförmigen Zelten und größeren Wohnstrukturen, die auf einer hohen Terrasse über dem Neuwieder Becken liegt. Die Funde umfassen Schiefertafeln mit Gravuren, Statuetten aus Elfenbein und Knochen sowie zahlreiche Tierknochen.
Der Platz entstand vor etwa 15.500 Jahren während der Magdalénien-Zeit als Jagdsiedlung von Nomaden. Die Entdeckung erfolgte 1968 während Bauarbeiten, was deutlich machte, dass die Stelle unter Vulkanaschelagen begraben worden war.
Die an diesem Ort gefundenen Schiefertafeln zeigen eingravierte Tierfiguren und weibliche Darstellungen, die zeigen, wie die Menschen hier Kunst schufen. Diese Kunstobjekte geben Einblick in die kreativen Fähigkeiten und möglicherweise die spirituellen Überzeugungen der damaligen Jäger.
Die archäologischen Reste liegen geschützt unter Schichten von Vulkanasche aus dem Ausbruch des Laacher Sees, was die Konservierung der Artefakte gewährleistet. Besucher sollten beachten, dass das Gelände offen liegt und je nach Wetter Wege schwierig sein können.
Analysen der Tierknochen zeigen umfangreiche Jagdaktivitäten mit Konzentrationen von Pferden, Rentieren, Bisons und Mammuts. Diese Spezialisierung deutet darauf hin, dass die Bewohner gezielt bestimmte große Tiere verfolgten, möglicherweise mit Strategien, die mehrere Familien erforderten.
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