LVR-Industriemuseum, Industriemuseum-Netzwerk in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.
Das LVR-Industriemuseum ist ein Verbund von sieben Standorten in der Rheinregion, der verschiedene Industriezweige wie Textilherstellung, Papierproduktion und Metallverarbeitung dokumentiert. Jeder Standort befindet sich in einem original erhaltenen Fabrikgebäude mit den dazugehörigen Maschinen und Produktionsanlagen.
Das Museumsnetzwerk wurde 1984 gegründet, um bedeutende Industriestandorte der Rheinregion zu erhalten, darunter die Textilfabrik Cromford, die erste wasserbetriebene Baumwollspinnerei Kontinentaleuropas. Die Gründung spiegelte das wachsende Bewusstsein für den Erhalt des industriellen Erbes der Region wider.
An einigen Standorten sind noch Handwerker tätig, die traditionelle Techniken anwenden, die in der jeweiligen Region seit Generationen weitergegeben werden. Im Standort Solingen etwa kann man Schmieden beim Herstellen von Klingen und Scheren zusehen, was den Zusammenhang zwischen lokalem Handwerk und Fabrikarbeit deutlich macht.
Da die sieben Standorte über Nordrhein-Westfalen verteilt sind, lohnt es sich, vor dem Besuch zu prüfen, welcher Standort am besten zu den eigenen Interessen passt. Viele Standorte bieten Führungen an, die helfen, die Abläufe und Maschinen besser zu verstehen.
Am Standort Solingen betreiben Handwerker noch heute ein funktionsfähiges Fallhammer-Schmiedewerk, wo Besucher zusehen können, wie Scheren und Klingen mit den gleichen Methoden wie vor über 100 Jahren hergestellt werden. Das macht diesen Standort zu einem Ort, an dem Geschichte aktiv vorgeführt wird, anstatt nur ausgestellt zu sein.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.