יב"א 511, Militärische Radarstation auf der Sinai-Halbinsel, Ägypten.
יב"א 511 ist eine frühere Militäranlage auf dem Gipfel des Jebel Umm Marjum auf der Sinai-Halbinsel in Ägypten, die Radaranlagen, Kommunikationszentren, unterirdische Bunker und Verwaltungsgebäude umfasst. Die verschiedenen Bauten sind auf mehreren Erhebungen verteilt und spiegeln die verschiedenen Bauphasen wider, die sich über Jahrzehnte erstreckten.
Ägyptische Streitkräfte betrieben ursprünglich Radaranlagen auf dem Jebel Umm Marjum, bis israelische Truppen den Ort 1967 während des Sechstagekriegs einnahmen und ihn zu einem Überwachungsposten ausbauten. Nach dem israelisch-ägyptischen Friedensvertrag von 1979 wurde die Anlage schrittweise geräumt und ging schließlich wieder in ägyptischen Besitz über.
Die Station zeigt, wie zwei verschiedene Armeen denselben Ort zu unterschiedlichen Zeiten für denselben Zweck genutzt haben, was man an den übereinanderliegenden Bauphasen erkennen kann. Israelische und ägyptische Anlagen stehen hier nebeneinander und erzählen von einem langen Konflikt um die Kontrolle des Luftraums über der Sinai-Halbinsel.
Das Gelände liegt in einer abgelegenen Wüstenregion und ist nur mit einem geländegängigen Fahrzeug erreichbar, da es keine befestigten Straßen gibt. Da der Ort militärisch klassifiziert ist, ist eine vorherige Genehmigung der zuständigen ägyptischen Behörden erforderlich, bevor man die Reise antritt.
Die Anlage setzte einen Überwachungsballon ein, der mit einem Radarsystem ausgestattet war und in großer Höhe über der Wüste stationiert war, um den Luftraum zu überwachen. Dieser Ballon diente gleichzeitig als Wettermessstation und war damit eine seltene Kombination ziviler und militärischer Funktionen an einem einzigen Ort.
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