Tal der Loire, Naturregion in Zentralfrankreich
Das Loire-Tal erstreckt sich über eine Länge von rund 280 Kilometern entlang des gleichnamigen Flusses durch das zentrale Frankreich und umfasst Weinberge, Obstgärten und weite Felder. Kleinere Nebenflüsse münden in die Loire und schaffen ein Netz aus grünen Tälern und sanften Hügeln.
Französische Könige wählten diese Gegend im 15. und 16. Jahrhundert als bevorzugten Aufenthaltsort und ließen zahlreiche Schlösser errichten oder umbauen. Viele dieser Bauten entstanden aus mittelalterlichen Festungen, die nach und nach in repräsentative Wohnsitze verwandelt wurden.
Der Fluss gab der Region seinen Namen und prägt bis heute das Leben der Bewohner entlang seiner Ufer, wo seit Jahrhunderten Weinbau und Gartenbau betrieben werden. Viele Ortschaften tragen noch heute die alten französischen Bezeichnungen für Flussbiegungen oder Auen in ihren Namen.
Die meisten Besucher nutzen einen der größeren Orte wie Tours oder Blois als Ausgangspunkt und erkunden von dort aus die umliegenden Weingüter und Schlösser per Fahrrad oder Auto. Zugverbindungen nach Paris ermöglichen eine bequeme Anreise, während ein dichtes Radwegenetz die einzelnen Sehenswürdigkeiten miteinander verbindet.
An manchen Stellen verliert sich der Fluss im Sommer fast vollständig in seinem breiten Sandbett und hinterlässt nur schmale Rinnsale zwischen weiten Inseln. Dieses Phänomen machte die Loire früher schwer schiffbar und zwang die Bewohner, auf Landwege auszuweichen.
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